Holzmarkt & News

Datenschutzerklärung

 

Wir möchten Sie nachstehend über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit dem Besuch unserer Website informieren.

1.    Zweck der Datenverarbeitung und Rechtsgrundlage

Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen, werden Ihre Daten und Ihre Anfrage zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen gespeichert. Diese Daten werden von uns nach 6 Monaten gelöscht, sollten sie nicht in einem Vertrag münden und die darauf folgende Datenverarbeitung eröffnen.

2.    Übermittlung Ihrer Daten

Ihre Daten werden von uns mit größter Sorgfalt behandelt.

Eine Übermittlung Ihrer Daten findet nur soweit statt, als dies

·         zur Erfüllung des Vertragsverhältnisses

·         zur Aufrechterhaltung der elektronischen Dienste (IT-Provider)

·         zur Erfüllung unserer rechtlichen Pflichten (Aufbewahrungspflichten, Meldepflichten)

·         zur zentralen Mitgliederverwaltung an übergeordnete Vereinsorganisationen

·         bei Funktionärstätigkeiten die Kontaktdaten und Foto auf der Website

notwendig ist.

 

3.    Ihre Rechte

Im Zusammenhang mit der Verarbeitung Ihrer Daten verfügen Sie jederzeit über die Rechte auf

·         Auskunft

·         Berichtigung

·         Löschung ("Recht auf Vergessenwerden")

·         Einschränkung der Verarbeitung

·         Datenübertragbarkeit

·         Widerspruch bzw

·         Widerruf (bei Einwilligung) und

·         Beschwerde bei der Datenschutzbehörde

4.    Kontaktdaten

Bei Fragen oder Anliegen wenden Sie sich bitte an uns!

Fö. Ing. Elisabeth Haselwander oder Fö. Ing. Patrick Flasser

Tel: 0664/410 26 12

 

Mail: e.haselwander@bwv.at oder office@bwv.at

 

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Projektbeschreibung zur Bekämpfung

der Borkenkäferkalamität im Burgenland 2018

 

Projektträger:

Burgenländische Waldverband GmbH

Hauptplatz 1a

7432 Oberschützen

Tel. 03353/ 611 68-0

E-Mail: office@bwv.at

 

Ist- Situation:

Ursachen von Borkenkäferschäden:

  • Künstliche Verbreitung der Fichte - Außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes ist die Fichte grundsätzlich anfälliger für Schäden aller Art.
  • Kleinstwaldbesitzstruktur im Burgenland: - führt zu einer sehr extensiven Waldbewirtschaftung und Schadholzaufarbeitung nach Schäden

·         Schneeschaden- und Sturmereignisse verursachen oft große Mengen geworfenes oder gebrochenes Holz, in dem sich Fichtenborkenkäfer hervorragend entwickeln können.

  • Klimatische Rahmenbedingungen:

Trockenheit und Hitzeperioden schwächen die Fichte und fördern die rasche Entwicklung der Borkenkäfer (bis zu drei Generationen in einem Jahr)

 

Österreichweit war 2017 das schlechteste „Borkenkäfer-Jahr“

Aufgrund der Trockenheit in der ersten Jahreshälfte 2017 und der frühen Hitzewelle im Juni zeichnete sich sehr bald eine negative Entwicklung der Borkenkäferkalamität ab. Insgesamt wurde 2017 ein neues Allzeithoch von 3,52 Millionen Festmeter Käferholz laut BFW (Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft) erreicht. Der bisherige Rekord aus 2009 wurde damit um mehr als ein Viertel überschritten, die Zunahme gegenüber 2016 betrug 34 %.

Ziel des Projektes:

Eine weiter Ausbreitung bzw. Massenvermehrung des Borkenkäfers und somit ein weiter steigender Schadholzanfall soll mit allen bekannten und erprobten Maßnahmen und Mitteln verhindert werden.

Vorranging sollen bestehende Käferbäume/-Nester gefunden und dementsprechend behandelt werden. Auf bereits bekannten Schadflächen sind vor allem die Nachbarbestände mittels zeitgerechter Schlägerung und Abtransport des befallenen Holzes sowie Fangbaumvorlage, aufstellen von Pheromonfallen, mechanischer und chemischer Behandlung zu schützen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

 

Maßnahmen zur Zielerreichung:


Konsequente waldhygienische Maßnahmen sind das einzig probate Mittel, um ein weiteres Voranschreiten der Borkenkäfermassenvermehrung einzudämmen.

·      Laufende – wöchentliche – Kontrolle der bereits bekannten Schadflächen

·      begleitend dazu lfd. Kontrolle der Nachbarbestände, gerade in den Gebieten mit sehr schmalen aber dafür langgestreckten Waldparzellen

·      Ausfindig machen von neuen Befallsgebieten – mit Kontaktaufnahme der Waldbesitzer mit anschließender Beratung und Abstimmung der weiteren Vorgehensweis mit betroffenen Waldbesitzern, Waldbesitznachbarn, Forstbehörde, Unternehmer und Frächter

·      Anbieten von Gesamtlösungen von der Beratung bis hin zur Schlägerung, Rückung und Abtransport des Holzes sowie der Holzvermarktung und der Wiederaufforstung der Schadholzflächen, einschl. möglicher Förderabwicklung

·      In Abstimmung mit den Waldbesitznachbarn mögliche Einsatz-Schwerpunkte planen um effizient und kostenschonend Maschineneinsätze koordinieren zu können. Dazu ist die Grenzfestlegung in der Natur gemeinsam mit den Anrainern durch eine vor Ort Begehung unerlässlich, um eine parzellenscharfe Abrechnung für jeden einzelnen Waldbesitzer/Unternehmer durchführen zu können.

·      Die anfallenden Holzmengen müssen zeitgerecht aus dem Wald abtransportiert werden, dazu ist eine lfd. Abstimmung mit der abnehmenden Industrie bzw. mit Biomassewerken in der Region erforderlich. Vertragliche Vereinbarungen/Schlussbriefe dazu sind im Vorfeld mit den Abnehmern zu fixieren.

·      Dabei sind die Bündelung der Holzmenge sowohl für den Abtransport als auch für den Verkauf von Bedeutung – Zufuhrplanung und lfd. Kontrolle/Abstimmung der Holzmengen mit der Industrie

·      Um die anfallenden Schadholzmengen auch rechtzeitig aufarbeiten und aus dem Wald abtransportiert zu können, müssen auch demensprechende Schlägerungstrupps, Maschinenarbeitsketten sowie Transportmöglichkeiten organisiert werden

·      Die Vorlage von Fangbäumen, das Aufstellen von Pheromonfallen, Trinet und Einsatz von Storanet oder/und die chemische Behandlung des befallenen Holzes ist zur weiteren Bekämpfung in Schadgebieten erforderlich.

Erlösoptimierte Holzausformung und Absatzmöglichkeit schaffen:

 

Das anfallende Käferholz wird über die gemeinschaftliche Holzvermarktung zur Industrie geliefert – laufende Abstimmung und Kommunikation mit den Abnehmern ist dabei eine wesentliche Voraussetzung zur raschen Abwicklung.       

 

 

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    Industrie braucht frisches Holz - Gute Stimmung bei den Waldbauern!

 

 

Die Pflegeeinsätze laufen in den burgenländischen Wäldern auf normalem Niveau. Obwohl die Stimmung bei den Waldbewirtschaftern sehr gut ist, fehlen leichte Anreize der Industrie, um voll in die Erntesaison zu starten.

Befürchtete Schadholzmengen durch Borkenkäfer sind weit hinter den prognostizierten Mengen geblieben. Große Kalamitätsflächen blieben zwar aus, dennoch sind die Waldbesitzer gefordert, die vielen kleinen Käfernster aufzuarbeiten, damit das Vermehrungspotenzial der Schadinsekten im nächsten Frühjahr klein gehalten wird.

Die Sägeindustrie hat sich etwa seit Jahresmitte durch verstärkte Importmengen bestens eingedeckt, und produziert auf sehr hohem Niveau. Frisches Rundholz wird benötigt.

Als Herausforderung gestaltet sich der Absatz des Kiefernholzes. Die Schließung des Kiefern verarbeitenden Sägewerks Heiligenkreuz sowie der unverhältnismäßige Kiefernanfall nach den unwettern der letzten Monate verzerren das Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage. Deshalt ist bei Ernteeingriffen mit erhöhtem Kiefernafall unbedingt mit unseren Förstern im Außendienst Kontakt aufzunehmen.

Im Bereich Industrieholz haben sich beim Faserholz kaum Waldlager gebildet. Da die Lager der Abnehmer gut bevorratet sind, ist die professionelle Koordination der Zufuhr Grundlage für die reibungslose Abwicklung. Revisionsarbeiten in den Werken Pöls und Frantschach sowie das hohe Produktionsviveau der Sägewerke drosselten kurzfristig den Rundholzbedarf. Schleifholz ist derzeit gut nachgefragt.

Im Laubholzbereich ist die Eiche nach wie vor bei allen Qualitäten sehr gefragt. Der Absatz von Buche und Esche bedarf ebenfalls einer vorausschauenden Planung.

Das Sortiment mit den größten Herausforderungen bei der Vermarktung stellt nach wie vor das Energieholz dar. Hier kam es bereits zu deutlichen Preisabsenkungen. Auch die sehr hohen Importmengen wirken sich ungünstig auf den Verbrauch des heimischen Energieholzes aus.

 

 

Empfehlungen:

 

  • Schadhölzer der letzten Wochen und Monate während der geplanten Ernteeinsätze aufarbeiten
  • Derzeit gute Verhältnisse um Durchforstungen durchzuführen
  • Auf die Zahlungssicherhiet der Abnehmer und die vertragliche Absicherung des Holzgeschäftes achten!