Verwirrung um Energieholzpreise von DI. Herbert Sattler, 2007-02-25
Was bedeutet ein Preisangebot von ? 60.- pro to atro f?r Energieholz? Was kostet dann der Festmeter des gleichen Energieholzes?
Ein Beispiel:
Ein Waldbesitzer hat f?r den Verkauf von Energieholz zwei verschiedene Kaufanbote vorliegen:
Kaufanbot von H?ndler A: ? 60.-/to atro
Kaufanbot von H?ndler B: ? 33.-/fm
Beide H?ndler liefern an den gleichen Abnehmer und f?r beide gilt im Werk das atro Gewicht bei der ?bernahme als Verrechnungsbasis.
Welches Anbot soll der Waldbesitzer annehmen? Er entscheidet sich schlie?lich f?r das Anbot B und erh?lt von seinem H?ndler folgende Abrechnung:
Laut Werksabma? 21,8 fm x ? 33.-/fm = ? 719,4
Wie kommt der H?ndler B auf diese Art der Abrechnung f?r den Waldbesitzer?
Das Werksabma? hat 12 to atro ergeben, daher errechnet sich der Erl?s des H?ndlers B:
12 to atro x ? 60.-/to atro = ? 720.-
Daraufhin hat der H?ndler B einfach seinen Erl?s von ? 720.- durch den gebotenen Preis von ? 33.-/fm dividiert und hat so die Festmetermenge von 21,8 fm ermittelt. Nach dieser Methode k?nnte er theoretisch auch ? 40.- f?r den fm anbieten und wieder rechnen:
? 720.- : ? 40.-/fm = 18 fm
Und die Abrechnung f?r den Waldbesitzer w?rde dann lauten:
Laut Werksabma? 18 fm x ? 40.- = ? 720.-
Was hier passiert, ist offensichtlich: Durch unlautere hohe Anbote auf Festmeterbasis wird der Waldbesitzer get?uscht und verkauft vermeintlich ausgezeichnet. In Wirklichkeit wird aber seine Festmetermenge unglaublich manipuliert.
sattler@bwv.at
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