Eschenpilz auch im Burgenland von DI. Herbert Stummer- Bgld. LWK, 2008-05-13
Zur?cksterbende Eschen sind gegenw?rtig die auff?lligsten, h?ufigsten und am weitesten verbreiteten Schadbilder innerhalb der europ?ischen Laubgeh?lze. Die Erscheinung ist in
stark variierender Intensit?t in weiten Teilen Nord-, West-, Mittel- und Osteuropas zu beobachten und nicht nur auf den Kontinent beschr?nkt, sondern wurde im Fr?hjahr auch aus Gro?britannien gemeldet.
Die Krankheit ist im Vorjahr in ?sterreich au?ergew?hnlich schnell und in unterschiedlichsten Waldtypen aufgetreten und lie? keine eindeutigen Zusammenh?nge mit Klimafaktoren oder anderen Schadursachen erkennen. Vermutet wurden Witterungsextreme wie Frost (insbesondere Sp?tfrost) oder Wassermangel. In Polen, wo Eschensterben schon seit mehreren Jahren ein weit verbreitetes Problem ist, wurde der Mikropilz Chalara fraxinea als Ausl?ser des Absterbens der Kronenteile nachgewiesen (Forstschutz Aktuell 40, 2007).
Chalara fraxinea geh?rt zur weiteren Verwandtschaft des Erregers der Ulmenwelke und damit zu einer Gruppe von pathogenen Pilzen, die das Splintholz zerst?ren und das Leitungssystem sch?digen.
Symptome
Es zeigen sich abgestorbene einzelne Triebe, Zweige und ?ste auf sonst gesund wirkenden Pflanzen. An betroffenen Stellen treten Rindennekrosen auf, die vom lebenden Bast scharf abgegrenzt sind.
Der Schaderreger ist in allen Altersklassen der Eschen, auf unterschiedlichsten Standorten und auch nach unterschiedlichsten Witterungsverh?ltnissen zu finden. Seit 2006/07 ist dieses Ph?nomen, h?ufig mit gro?er Intensit?t, in vielen Teilen ?sterreichs und nun erstmals auch im Burgenland, aufgetreten.
Zurzeit kann nur eine Hygienema?nahme angeraten werden. Dabei sind die befallenen bzw. die abgestorbenen Triebe zu entfernen. Der Schnitt muss in den gesunden Trieb hineinreichen, damit die mit Pilzsporen infizierten Pflanzenteile zur G?nze entfernt werden.
Ursache noch unklar
Da die prim?re Ausl?sung des Schaderregers noch nicht eindeutig festgestellt werden kann und damit die Ursache der rasanten Verbreitung, darf befallenes Material keinesfalls am Waldboden verbleiben sondern muss verbrannt werden. Die restlichen Pflanzen sollten laufend kontrolliert werden und bei auftreten der genannten Schadbilder sind sofort Hygienema?nahmen zu setzen.
F?r Fragen stehen Ihnen die Forstberater in den jeweiligen Landwirtschaftlichen Bezirksreferaten das Forstreferat der Burgenl?ndischen Landwirtschaftskammer in Eisenstadt und die Mitarbeiter des Burgenl?ndischen Waldverband zur Verf?gung.
Forstreferent DI Herbert Stummer: 02682/ 702 - 602
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